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Gartenarbeiten im Herbst – den Garten winterfest machen

Im Herbst gibt es viele wichtige Gartenarbeiten um den Garten winterfest zu machen. Der Jahreszeitenwechsel setzt langsam ein – der Sommer geht, der Herbst kommt. Das heißt, es gibt im heimischen Garten viel zu tun. Um Pflanzen, Sträucher oder Bäume sicher über den Winter zu bringen, und um sich im nächsten Frühjahr wieder an deren Blüte erfreuen zu können, sollten im Herbst einige Dinge beachtet und bestimmte Gartenarbeiten durchgeführt werden.

Rosenschnitt und Baumschnitt

Vor dem ersten Frost sollten die Bäume, Sträucher oder Pflanzen zugeschnitten werden. Diese haben dann die Zeit um die Schnittstellen zu versiegeln. Rosen beispielsweise können unterschiedlich zugeschnitten werden – stark oder leicht, je nach Geschmack. Die Hauptsache ist, dass sie überhaupt zugeschnitten werden, denn ohne Rosenschnitt wuchert die Rose über und bringt weniger Blüten hervor.

Rosen sollten in der Ruhephase (nach dem Blühen) beschnitten werden um tote Triebe zu entfernen. Alte Stiele entfernen um Platz für die Rose zu schaffen – das fördert zusätzlich das Wachstum. Den Beschnitt direkt über den Blättern ansetzen, da an dieser Stelle das Wachstum beginnt! Bei Gehölzen oder Stauden ist ein anderes Vorgehen notwendig. Belaubtes Gehölz soll ausgelichtet werden, Stauden hingegen verschont bleiben. Vom Gehölz können nicht belaubte Äste einfach entfernt werden.

Rasen und Beete

Auch der Rasen soll vor dem ersten Frost oder Schnee noch einmal gemäht werden. Zu empfehlen ist eine Schnitthöhe von 5 – 6 cm. Um das Gras zu stärken und vor Moosbildung zu schützen kann Kalk auf den frisch gemähten Rasen gestreut werden. Heruntergefallenes Laub muss entfernt werden um das verrotten des Rasens zu verhindern.

Gartenbeete sollen in dieser Zeit umgegraben werden, damit die Erdschichten mit Eintreten des ersten Frostes aufgelockert werden können. Auch das Ausgraben der Knollen der Sommerblumen muss jetzt geschehen. Gladiolen, Begonien oder Dahlien beschneiden (ca. 10 cm hoch) dann vorsichtig ausgraben (Gartenschaufel oder Spaten), damit man die Wurzeln nicht beschädigt – jetzt sind die Knollen bereit um beispielsweise im Keller trocken gelagert werden können.

Zu diesem Zeitpunkt kann man auch schon die Frühjahrsblüher ins Beet einsetzen. Hierzu eignen sich besonders Narzissen, Krokusse oder Schneeglöckchen. Somit ist der Garten für den Winter gerüstet und im Frühjahr kann man sich schon wieder an den jetzt eingesetzten Frühblühern erfreuen und man wird für die Arbeit im Herbst belohnt.

Ein Hochbeet selber bauen

Ein Hochbeet (oder Hügelbeet) selber bauen ist nicht sonderlich schwer, bringt aber eine Menge Vorteile in den heimischen Garten. Das Wachstum der Pflanzen hängt von Licht, Wasser, Luft Temperatur und der Nährstoffversorgung ab. All diese Faktoren wirken in einem Hochbeet optimal zusammen, was höhere Erträge ermöglicht und ein frühzeitiges Ernten mit sich bringt. Ausserdem ist die Arbeitshöhe (ca. 80 cm) sehr günstig, denn die Arbeiten können stehend durchgeführt werden.

Hochbeet selber bauen und die Vorteile nutzen

Ein Hochbeet oder Hügelbeet wirkt sich aber nicht nur positiv auf das Wachstum der Pflanzen aus, sondern bringt noch weitere Vorteile mit sich: Wühlmäuse werden durch ein Drahtgeflecht abgehalten und können keine Schäden mehr anrichten. Durch das Hochbeet entsteht ein günstigeres Klima da die Wärme durch die Sonneneinstrahlung die Erde aufheizt (etwa 5 – 8° C mehr), dazu kommt noch die Wärme durch die Verrottung des Füllmaterials.

Dadurch ist es möglich, Gemüsearten aus der Mittelmeerregion anzubauen, da diese wärmeliebenden Pflanzen bessere Bedingungen durch das günstigere Klima vorfinden. Zum Abschluss noch einen Vorteil – den Feinden des Gartens, die Schnecken, wird der Weg zum Futter erheblich erschwert.

Der ideale Zeitpunkt, um ein Hochbeet zu errichten, ist im Herbst, da hier viele Gartenabfälle anfallen, die gleich verwendet werden können. Bevor man mit dem Bau beginnt, muss man den Standort auswählen. Hier ist besonders auf den Lichteinfall zu achten, daher in Nord-Süd Richtung aufstellen. Je nach Platzangebot im Garten muss nun die Größe festgelegt werden. Empfehlen kann man eine Höhe von 80 cm, eine Breite von 1,30 – 1,50 m und eine Länge von bis zu 3,50 m.

Für den Bau des Hochbeetes / Hügelbeetes benötigt man einige Baumaterialien:

– Eichen- oder Lärchenbretter ca. 4 – 5 cm stark (je nach Größe des Hochbeets
– 4 Kanthölzer 8×8 cm und 100 cm lang und an einer Seite angespitzt
– Edelstahlschrauben
– Feinmaschiges, rostfreies Drahtgeflecht (gegen die Wühlmäuse)
– 2 – 3 Quadratmeter Plastikfolie
– und Erde, Kompost, Zweige, Laub

Der Bau des Hochbeetes kann beginnen:

Als erstes wird an dem vorgesehenen Platz mit Spaten und Schaufel das Gras entfernt, das Beet abgesteckt (ca. 10 – 15 cm) und an den Ecken werden die Kanthölzer in die Erde geschlagen – die Tiefe kann selber bestimmt werden, je nachdem wie hoch das Beet werden soll. Falls das Beet länger wird (ab 3 Meter) sollten zusätzlich in der Mitte noch 2 Kanthölzer angebracht werden, da der Druck auf die Seitenwände hoch ist. Nun werden die Bretter mit den Schrauben an den Kanthölzern angebracht. Jetzt wird das Drahtgeflecht unten am Boden angebracht und innen an den Seitenwänden ein paar Zentimeter hochgezogen. Das Drahtgeflecht jetzt mit ein wenig Erde bedecken und anschließend innen rundum die Folie anbringen.

Als Grundlage nimmt man zerkleinerte Äste oder Zweige, füllt etwa 20 cm davon ein und tritt sie fest. Als nächste Schicht legt man die ausgehobenen Graswasen mit der Grasfläche nach oben auf die Ästeschicht, ca. 15 cm. Die nächste, 20 cm dicke Schicht, bilden leicht verrottetes Laub und Gartenabfälle. Als vierte Schicht empfiehlt sich leicht verrotteter Stallmist oder halbreifer Kompost, welcher 15 cm dick, leicht aufgetragen wird. Die oberste Schicht wird auch Feinkompost und Gartenerde, zu gleichen Teilen gemischt, etwa 30 cm dick aufgetragen. Das Hochbeet ist fertig, kann bepflanzt und abgeerntet werden.